St. Andreaskirche Lancken-Granitz

Die aus Backstein und Feldsteinen gebaute Kirche entstand im 15. Jahrhundert. Anfang dieses Jahrhunderts wurde das dreijochige Kirchenschiff und der zweijochige, in das Schiff eingerückte rechteckige Chor errichtet. Der westlich des Kirchenschiff befindliche, quadratische, ebenfalls in das Schiff eingerückte Turm wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Nördlich des Chors befindet sich die Sakristei. Die Türen und Fenster des Gebäudes sind als Spitzbogen gestaltet.
An der östlichen Wand des Chors befindet sich ein aus Stein gefertigtes Tabernakel. In dieser Wand befindet sich auch eine mit einer eisenbeschlagenen Tür versehene Sakramentsnische. Im Inneren verfügt die Kirche über Kreuzrippengewölbe.
Aus der Entstehungszeit der Kirche und somit vom Anfang des 15. Jahrhunderts befinden sich noch Wandmalereien im Gebäude, im östlichen Chorgewölbe das Schweißtuch der Veronika und in den Gewölbezwickeln Drolerien.
Ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammt ein hölzernes Altarkreuz und eine schlanke dekorlose Bronzeglocke. Das hölzerne Chorgestühl datiert von 1522. Die Kanzel datiert auf das Jahr 1598. Sie ist aus Holz gefertigt. Ein polygonaler Korb wird von einer durch Rundbogenfelder gegliederte Brüstung eingefasst. In den Feldern befinden sich als gemalte Halbfiguren Christus, Johannes der Täufer, Evangelisten und Pastor, aber auch Wappen, so das von Putbus, Hausmarken, Monogramme und Bibelzitate in Niederdeutsch. An der Tür befindet sich eine den Heiligen Andreas darstellende Ganzfigur. Die Arkaden der Brüstung des Aufgangs zur Kanzel sind mit Darstellungen von Paulus und dem Evangelisten Johannes versehen. Bekrönt wird die Kanzel von einem Schalldeckel in Sternform nit Akroterien. Porträts von Martin Luther und Philipp Melanchthon befinden sich am Pfeiler der Kanzel.
Drei in der Kirche befindliche Kabinettscheiben entstanden im 17. Jahrhundert. Sie zeigen Herkules mit dem Löwen, Namen und das Wappen Smieterlöw.
Auf dem die Kirche umgebenen Friedhof befinden sich diverse Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts aus Kalkstein gefertigte Grabsteine.
Die Orgel wurde 1865 von einem unbekannten Orgelbauer erbaut. 1909 wurde das Instrument durch den Orgelbauer Barnim Grüneberg (Stettin) umgebaut und erweitert.